Dipl.-Wirtl. Sebastian Schmitz

Zur PersonVitaPromotion

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politische Wissenschaft an der RWTH Aachen mit dem Schwerpunkt Didaktik der Gesellschaftswissenschaften.

Funktionen:

 

Fachgebiete:  

  • Rechtspopulitische Bildsprache
  • Jugendliches Kommunikationsverhalten im Web
  • Sozialisation und politische Identität
  • Lehrveranstaltungen

 

Sprechstunde:

Dienstag von 15:00 bis 16:00 Uhr

Die Sprechstunde am 7. und 14.11. fällt aus.

 

Kontakt
Raum: A 101
Telefon: +49 (0)241 / 80–27149
Sekre­tariat: +49 (0)241 / 80–26124
Fax: +49 (0)241 / 80–22162
Email: sebastian.schmitz@ipw.rwth-aachen.de

07/2017
Verleihung des Lehrpreis 2017 der Philiosophischen Fakultät für das Projekt „Levi – Lehrvideos zum wissenschaftlichen Arbeiten“.

 

seit 2015:
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehr- und Forschungsgebiet Didaktik der Gesellschaftswissenschaften an der RWTH Aachen University/
Reaakreditierungsbeauftragter für die Fächer Politik und Wirtschaftslehre/Politik/
bis Oktober 2016 Fachstudienberatung und Koordination für Lehramtsstudierende ( Staatsexamen/ Bachelor/ Master)

 

2009 – 2015:
Studium Lehramt Berufskolleg für die Fächer Politik, Wirtschaftswissenschaften und Wirtschaftsinformatik an der RWTH Aachen und Universität zu Köln

 

Politische humorvolle Kommunikation oder bewusste Verbreitung chauvinistischer Botschaften?
Der Umgang Heranwachsender mit chauvinistischen Visualia im sozialen Netzwerk WhatsApp

Auf dem Pausenhof, in der U-Bahn, im Bus, im Shoppingcenter, auf öffentlichen Plätzen oder auf der Couch im Wohnzimmer: Jugendlichen tun es unentwegt. Sie chatten, posten, liken, kommentieren oder surfen durch die digitalen Netzwerke unserer Gegenwart. Sie nutzen hierzu WhatsApp, Snapchat, Instagram, Facebook oder Youtube als ein selbstverständliches und natürliches Werkzeug ihrer Kommunikation. Die Pole-Position unter diesen Diensten hat sich WhatsApp erkämpft. Die App stieg zur zentralen Kommunikationsplattform der digitalen Gesellschaft auf, mit derer Bilder, Videos, Standorte, Audio- und Textbotschaften verschickt und millionenfach geteilt werden. 95% der Jugendlichen in Deutschland im Alter von 12 bis 19 Jahren nutzen dieses Netzwerk. Für viele ist WhatsApp der erste morgendliche Kontakt und das letzte, was sie vor dem Schlafengehen betrachten. Diese immense Aufmerksamkeit, die die App erfährt, ist dabei nicht nur für den Betreiber äußerst lukrativ, sondern eben auch für all jene Akteure interessant, deren Botschaften die User erreichen sollen. So überrascht es kaum, dass auch politische Bewegungen diesen Kommunikationskanal nutzen, um ihre Inhalte an die Jugendlichen heranzutragen. Eine augenscheinlich sehr erfolgreiche Strategie verfolgen hierbei rechte Milieus, die Ihre Botschaften vorwiegend in Form von kommentierten Fotos, Fotomontagen, Fotocollagen, Zeichnungen oder Comics in die digitalen Netzwerke einschleusen. Dabei verbergen sie ihre subtilen Botschaften hinter vermeidlich humoristischen Kontexten und instrumentalisieren so die Jugendlichen als bewusste oder unbewusste Multiplikatoren ihrer Agitation. Welche Wirkungszusammenhänge diese Entwicklung hervorrufen und wie die Jugendlichen diese Materialien rezipieren, ist Bestandteil des Promotionsprojektes. Ziel ist es, auf Basis der Forschungsergebnisse, die Entwicklung präventiverer Schulungsmaßnahmen zu ermöglichen.