Johannes Kuber

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Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politische Wissenschaft an der RWTH Aachen mit dem Schwerpunkt Didaktik der Gesellschaftswissenschaften.

Fachgebiete / Forschungsinteressen:

  • Alliierte Besetzung Deutschlands, Nachkriegsdeutschland, amerikanische und französische Besatzungspolitik
  • Katholische Kirche und Klerus im 20. Jahrhundert, Religion und Krieg
  • deutsche Geschichte seit 1871, v.a. Antisemitismus, Nationalsozialismus, Shoah
  • Verschwörungsdenken in Geschichte und Gegenwart
  • Archivpädagogik

 

Funktionen:

 

Sprechstunde:

nach Vereinbarung via Email.

 

Kontakt
Raum: B 133
Telefon: +49 (0)241 / 80–27146
Sekre­tariat: +49 (0)241 / 80–26124
Fax: +49 (0)241 / 80–22162
Email: johannes.kuber@ipw.rwth-aachen.de

seit September 2018:

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehr- und Forschungsgebiet „Didaktik der Gesellschaftswissenschaften“ an der RWTH Aachen University

September 2017 – September 2018:

Fachbereichsleiter Geschichte an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Februar 2015 – September 2017:

Promotionsstipendiat der Hans-Böckler-Stiftung

März 2011 – März 2012:

Studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für Didaktik der Geschichte, Universität Regensburg

2007 – 2014:

Studium der Fächer Englisch/Geschichte/Sozialkunde für das Lehramt an Gymnasien an der Universität Regensburg und am University College Dublin (mit einem Stipendium der Hans-Böckler-Stiftung)

 

Monographien

mit Christian Kuchler: Europa in Bildern erzählt. Eine Foto-Ausstellung zur europäischen Geschichte und Identität nach 1945. Aachen/Paris 2019.

 

Beiträge in Sammelbänden

„Frivolous broads“ and the „black menace“. The Catholic Clergy’s Perception of Victims and Perpetrators of Sexual Violence in Occupied Germany, 1945, in: Sarah K. Danielsson/Frank Jacob (Hgg.): War and Sexual Violence. Paderborn 2019. (In Vorbereitung)

„We are glad they are here, but we are not rejoicing!” The Catholic Clergy under French and American Occupation, in: Camilo Erlichman/Christopher Knowles (Hgg.): Transforming Occupation. Power Politics, Everyday Life, and Social Interactions in the Western Zones of Occupied Germany, 1945–1955. London 2018, S. 233-250.

Die Pfarrer und das Kriegsende. Kontinuitäten im Denken und Handeln katholischer Geistlicher 1945, in: Lisa Dopke/Jan Heinemann/Marius Lahme et al. (Hgg.): Deutsche Kontinuitäten? Beiträge zur interdisziplinären studentischen Tagung an der Universität Hannover im März 2016. Hannover 2016, S. 15-53.

 

Beiträge in Zeitschriften

Die Fragebögen zur nationalsozialistischen Verfolgung katholischer Laien von 1946. Einordnung eines bislang kaum erforschten Quellenkorpus, in: Beiträge zur altbayerischen Kirchengeschichte 58 (2015), S. 173-198.

„Wir hatten keine Namen…“ Jüdische Lebenswege und jüdischer Widerstand, in: Praxis Geschichte extra 3 – Dokumente des Holocaust (2012), S. 30-31.

 

Lehr- und Lernmedien

Mitarbeit an: Unterrichtseinheit „Bialystok – 27. Juni 1941: Das Massaker und seine Auswirkungen nach 1945“, International School for Holocaust Studies, Yad Vashem.

Mitarbeit an: Workshop „Gerechte unter den Völkern“, International School for Holocaust Studies, Yad Vashem.

 

Tagungsausrichtungen

13. März 2019: „Alles Fake?! Medien – Desinformation – Bildung“. 42. Stuttgarter Tage der Medienpädagogik in Stuttgart-Hohenheim.

1. bis 5. September 2018: Sommerakademie „Der Mensch und die Musik. Einblicke in die Tonspur des Lebens“ an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

14. bis 16. Juni 2018: Fachtagung „Von Hinterzimmern und geheimen Machenschaften. Verschwörungstheorien in historischer Perspektive“ an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

26. bis 28. April 2018: Arbeitskreis-Tagung „Der Wert des Heiligen. Spirituelle, materielle und ökonomische Verflechtungen“ an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart (in Kooperation mit dem Arbeitskreis für hagiographische Fragen).

19. bis 21. März 2018: Fachtagung „Verzicht auf Traditionsstiftung und Erinnerungsarbeit? Narrative der europäischen Frauenbewegung im 19. und 20. Jahrhundert“ an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart (in Kooperation mit Frauen & Geschichte Baden-Württemberg e.V.).

9. bis 11. März 2018: Öffentliche Tagung „Bier in Oberschwaben. Interdisziplinäre Aspekte eines kulturgeschichtlichen Phänomens“ an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart (in Kooperation mit dem Zentrum für Regionalität und Schulgeschichte an der Pädagogischen Hochschule Weingarten).

Februar bis Juni 2018: Öffentliche Vortragsreihe „Revolution! Aufstände und Protestbewegungen in Oberschwaben 1525 – 1848 – 1918 – 1968“ an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart (in Kooperation mit der Gesellschaft Oberschwaben und dem Zentrum für Regionalität und Schulgeschichte an der Pädagogischen Hochschule Weingarten).

16. bis 18. Februar 2018: Arbeitskreis-Tagung „Buchgeschichte und jüdische Geschichte in der Frühen Neuzeit“ an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart (in Kooperation mit dem Interdisziplinären Forum „Jüdische Geschichte und Kultur in der Frühen Neuzeit“).

1. bis 3. Februar 2018: Arbeitskreis-Tagung „Die Hexen und das Wetter. Eine Diskussion zu Hexenverfolgung und Klimawandel“ an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart (in Kooperation mit dem Arbeitskreis für Interdisziplinäre Hexenforschung).

16. bis 18. November 2017: Tagung „Wie bildet Geschichte?“ an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart (in Kooperation mit dem Geschichtsverein der Diözese Rottenburg-Stuttgart).

26. bis 28. Oktober 2017: Arbeitskreis-Tagung „Traditionen – Tradierungen“ an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart (in Kooperation mit dem Arbeitskreis Geschlechtergeschichte der Frühen Neuzeit).

5. bis 7. Oktober 2017: Tagung „Von den Welfen zu den Staufern. Der Tod Welfs VII. 1167 und die Grundlegung Oberschwabens im Mittelalter“ an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart (in Kooperation mit der Gesellschaft Oberschwaben und der Stadt Ravensburg).

 

Vorträge und Präsentationen

„Der katholische Blick. Der Klerus und das Kriegsende in Südwestdeutschland 1944–1948“. Vortrag auf der 31. Jahrestagung des Schwerter Arbeitskreises Katholizismusforschung vom 24. bis 26. November 2017 in Schwerte.

„The Priests and the Occupation. The Catholic Clergy of Baden in its Early Post-War Interaction with the French and American Allies“. Vortrag auf der Tagung „The Allied Occupation of Germany Revisited. New Research on the Western Zones of Occupation, 1945–1949” vom 29. bis 30. September 2016 am German Historical Institute London.

„Catholic Priests Reporting on Sexual Violence. The Public Perception of the Victims and Perpetrators of Rape in Occupied Germany 1945“. Vortrag auf der Tagung „War and Sexual Violence“ vom 28. bis 29. April 2016 am CUNY Graduate Center, New York City.

„Die Pfarrer und das Kriegsende. Kontinuitäten im Denken und Handeln katholischer Geistlicher 1945“. Vortrag auf der Tagung „Deutsche Kontinuitäten“ vom 18. bis 20. März 2016 am Historischen Seminar der Leibniz Universität Hannover.

„Die Fragebögen zur nationalsozialistischen Verfolgung katholischer Laien von 1946. Einordnung eines bislang kaum erforschten Quellenkorpus“. Vortrag vor dem Verein für Diözesangeschichte von München und Freising e.V. am 14. April 2015.

 

Seminare

Gesamtmoderation der Jugendfachtagung „Real-Life oder alles nur Fake? Verschwörungstheorien… und was dahinter steckt“ der Bundeszentrale für politische Bildung vom 29. bis 31. März 2019 in Bielefeld (mit Maral Bazargani).

Organisation und Leitung des Seminars „Europäische Bildungssysteme im Vergleich – Beispiel Schweden“ der Hans-Böckler-Stiftung vom 16. bis 24. Mai 2015 in Stockholm und Uppsala.

Ko-Organisation des Seminars „Souveräne Körpersprache bei LehrerInnen“ der Hans-Böckler-Stiftung vom 3. bis 6. November 2011 in Regensburg.

Rechtsextremismus-Präventions-Seminare an Regensburger Berufsschulen im Zeitraum 2007 bis 2008 (Jugendwerkstatt Regensburg e. V.).

 

Sonstiges

Mitarbeit an: Ausstellung „Tatort. Luzerner Kriminalfällen auf der Spur“ vom 22. September 2017 bis 11. März 2018 im Historischen Museum Luzern.

Der katholische Blick. Der Klerus und das Kriegsende in Südwestdeutschland 1944–1948

Während die Rolle der katholischen Kirche im Nationalsozialismus bereits breit und noch immer kontrovers untersucht wurde und wird, existiert für das Kriegsende und die frühe Nachkriegs- und Besatzungszeit kaum vergleichbare Forschung, vor allem unterhalb der bischöflichen Ebene. Die Studie „Der katholische Blick“ nimmt dieses Desiderat zum Ausgangspunkt und fragt anhand des Beispiels der katholischen Geistlichen aus dem Erzbistum Freiburg, wie diese lokalen Funktionseliten in Deutschland in den letzten Kriegsmonaten, bei Kriegsende und in der frühen Nachkriegszeit handelten und wie sie sich positionierten – gegenüber Bevölkerung und Besatzern auf der Handlungsebene der lokalen Pfarrgemeinde, aber auch auf einer diskursiven Ebene gegenüber den großen Fragen der damaligen Zeit.

Durch die Fokussierung auf den katholischen Klerus und das Kriegsende will die Studie zweierlei erreichen: Über den Blick auf eine zeitlich stark eingegrenzte, aber ereignisreiche Ausnahmesituation verspricht sie neue Erkenntnisse über die bislang kaum untersuchte Funktionselite des katholischen Klerus; durch die detaillierte Auswertung zahlreicher Quellen ebendieser Gruppe ermöglicht sie zudem neue Perspektiven auf das Kriegsende und die frühe Nachkriegszeit, die an chronischer Quellenarmut leiden.

Das Promotionsvorhaben wurde von 02/2015 bis 09/2017 gefördert von der Hans-Böckler-Stiftung.